Saghro-Trekking, 8 Tage

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Tafelberge, Vulkangestein und Sandsteintürme

Dieses Trekking führt uns in eine der kargsten und unwirtlichsten Regionen Marokkos. Doch die Pfade in dem äusserst spärlich besiedelten Gebiet laden gerade auch deswegen zu einer Wanderung in unvergleichlicher Landschaft ein. Nur wenige Touristen haben dieses faszinierende Ziel bisher für sich entdeckt. Der Luxus zeigt sich hier nicht in einer gut ausgebauten Infrastruktur, sondern vielmehr in der Ursprünglichkeit, Abgeschiedenheit und Stille. Die Schönheiten der Natur und die Begegnungen mit den nomadisierenden Berbern des Ait-Atta-Stammes werden so zu einem intensiven Erlebnis.

 

  • Aussichtsreiche Passfahrt über den Tizi n'Tichka (2'260 m), Blick auf die Strasse und in ein Bergtal links davon
    Aussichtsreiche Passfahrt über den Tizi n'Tichka (2'260 m)

 

 

Reisezeit

ganzjährig – vor allem empfehlenswert zwischen Oktober und April aufgrund der hohen Temperaturen im Sommer

 

Anforderungen

•  gesunde körperliche Verfassung, gute Kondition
•  Trittsicherheit
•  Gehzeiten von täglich 5 – 7 h (Richtwerte)
•  Schwierigkeitsgrad: mittel

 

Reiseverlauf

  1.   Tag:         Anreise nach Marrakech                                                    
  2.   Tag:         Fahrt Marrakech – Pass Tizi n’Tichka – Ouarzazate – Skoura – Dadès-Schlucht – Boumalne Dadès – Hochebene Tagdilt
  3.   Tag:         Trekking Hochebene Tagdilt – Tizi n’Iferd – Almoun n’Ouarg                               
  4.   Tag          Trekking Almoun n’Ouarg – Ighil Kouaouch – Oase Igli
  5.   Tag:         Trekking Oase Igli – Afourar-Schlucht – Bab n’Ali – Oase Ighazzoun                                           
  6.   Tag:         Trekking Oase Ighazzoun – Tifdassine – Handour       
  7.   Tag:         Fahrt Handour – N’kob – Agdz – Pass Tizi n’Tinifift – Ouarzazate – Pass Tizi n’Tichka – Marrakech                           
  8.   Tag:         Rückreise ab Marrakech oder Verlängerung des Aufenthalts in Marokko

 

Höhepunkte der Reise

•  Trekking im Anti-Atlas mit Maultieren zum Gepäcktransport
•  erhabene Tafelberge und dunkles Vulkangestein
•  bizarre, erodierte Felsformationen und monumentale Sandsteinstürme
•  tiefe Schluchten und karge Hochebenen
•  ursprüngliche Berberbehausungen
•  verschachtelte Lehmwohnburgen entlang der Strasse der Kasbahs
•  Dadès-Schlucht
•  Palmenoasen vor imposanter Bergkulisse im Drâa-Tal
•  Marrakech, die „Perle des Südens“ mit ihrer orientalischen Kultur

 

 

REISEPROGRAMM

Tag 1: Ankunft in Marrakech und Transfer zur Unterkunft

Ankunft in Marrakech. Ihr Reiseleiter empfängt Sie am Flughafen und begleitet Sie zum Hotel/Riad. Rest des Tages zur freien Verfügung. Je nach Ankunftszeit bleibt Zeit für eine erste Stadtbesichtigung – Ihr Reiseleiter gibt Ihnen gerne Tipps dazu.

Übernachtung:
Hotel/Riad
Mahlzeiten:

 

Tag 2: Fahrt Marrakech – Pass Tizi n’Tichka – Ouarzazate – Skoura – Dadès-Schlucht – Boumalne Dadès – Hochebene Tagdilt

Durch die Haouz-Ebene und über den aussichtsreichen Pass Tizi n’Tichka gelangen wir auf die Südseite des Hohen Atlas und erreichen die Stadt Ouarzazate (1’160 m ü. M.). Sie wurde 1928 von den Franzosen als Garnisonsstadt gegründet, um den Süden Marokkos zu befrieden. Durch ihre Lage am Schnittpunkt des Drâa- und Dadès-Tals stellt sie einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt dar. Wir fahren weiter in östlicher Richtung auf der Strasse der Kasbahs bis nach Skoura. In diesem kleinen Ort, der umgeben wird von einem ausgedehnten Palmenhain, sind viele Kasbahs zu sehen – die beeindruckendste ist die Kasbah Amerhidil, einst im Besitz der mächtigen Berberfürsten der Glaoua. Der nächste grössere Ort ist El-Kelâa M’Gouna. Diese Kleinstadt ist bekannt als Rosenstadt Marokkos. Hier werden jeden Frühling rund 4’000 Tonnen Blüten der Rosensorte Rosa damascena auf den umliegenden Plantagen gepflückt und zu Rosenwasser und Rosenöl verarbeitet. Nun geht es hinein in die Dadès-Schlucht mit ihren kahlen, rötlichen Felswänden und schmalen bewirtschafteten Feldern an den Flussufern. Der Dadès-Fluss entspringt im Hohen Atlas und mündet in den Stausee El Mansour Eddhabi nahe Ouarzazate. Bei Boumalne Dadès setzen wir die Fahrt in südlicher Richtung auf einer Piste fort, die uns auf die Hochebene von Tagdilt am Nordrand des Saghro-Gebirges bringt. Im Gasthaus einer Berberfamilie verbringen wir die erste Nacht in diesem Bergmassiv.

Fahrstrecke:
ca. 330 km
Übernachtung:
Gasthaus einer Berberfamilie
Mahlzeiten:
F, A

 

Tag 3: Trekking Hochebene Tagdilt – Tizi n’Iferd – Almoun n’Ouarg

Nach dem Frühstück treffen wir unsere Begleitmannschaft: den Koch, die Maultiertreiber und ihre Tiere. Wir packen den Tagesrucksack, beladen die Mulis und beginnen das Trekking auf einem zunächst sanft ansteigenden Pfad. Danach wird der Anstieg auf die Passhöhe des Tizi n’Tazoughat (2’200 m) steiler, die Ausblicke dafür umso schöner. Unser Weg führt weiter über den Pass Tizi n’Iferd(2’500 m). Die Anstrengungen werden belohnt mit einem überwältigenden Blick auf den Hohen Atlas im Norden sowie auf den Ighil Amalou n’Mansour (2’712 m), den höchsten Berg des Saghro-Massivs. Wenn uns das Glück hold und die Sicht sehr klar ist, bietet sich sogar die Sicht auf den dritthöchsten Berg Marokkos, den Ighil M’Goun (4’068 m). Nun wandern wir hinab zu unserem Zeltlagerplatz nahe einer Quelle bei Almoun n’Ouarg. Während der Koch unser Abendessen zubereitet, geniessen wir die faszinierende Landschaft und die Stille in den Höhen des Saghro-Massivs.
Das Saghro-Gebirge zieht sich etwa 400 km in nordöstlicher Richtung vom Drâa- bis zum Ziz-Tal. Darüber, ob das Massiv als eigener Bergstock oder als Verlängerung des Anti-Atlas einzuordnen ist, sind sich Geologen uneinig. Es ist das trockenste Gebiet im gesamten Atlas-Gebirge. „Saghro“ bedeutet im Berberdialekt Tamazight „Dürre/Trockenheit“. Jährlich fällt durchschnittlich nur 200 mm Regen. Die karge, unwirtliche Landschaft zeugen davon. Dennoch, oder vielleicht gerade deswegen, zieht diese Gebirgslandschaft einen in ihren Bann. Nirgends in Marokko sind die Gesteinsformen und Farben klarer als hier. Das Alter des Gebirges wird auf 200 bis 500 Millionen Jahre geschätzt und ist aus diesem Grund auch bei Fossiliensammlern und Geologen beliebt. Besiedelt wird das Gebiet des Ighil Saghro hauptsächlich vom Berbervolk der Ait Atta. Ausser den Ortschaften N’kob und Tazzarine gibt es in diesem Gebiet jedoch keine grösseren Siedlungen.

Gehzeit:
6 – 7 h
Übernachtung:
Zelt
Mahlzeiten:
F, M (Picknick), A

 

Tag 4: Trekking Almoun n’Ouarg – Ighil Kouaouch – Oase Igli

Der Aufstieg auf den zweithöchsten Gipfel im Saghro-Gebirge, den Ighil Kouaouch (2’592 m) bedeutet keine sehr grosse Anstrengung. Zunächst erklimmen wir den Pass Tizi n’Ouargue (2’550 m), danach führt ein steiler Weg durch eine Steinwüste hinauf zum Ighil Kouaouch und der höchste Punkt unseres Trekkings ist geschafft. Einmal mehr bietet sich uns ein unvergleichliches Panorama über das Saghro-Massiv und den Hohen Atlas – ein perfekter Picknickplatz. Gestärkt nehmen wir den längeren Abstieg zur Oase Igli unter die Füsse. Dabei passieren wir das Ouargue-Tal, kommen vorbei an Nomadensiedlungen und freuen uns an der Sicht auf mächtige Tafelberge. In der Oase Igli (1’730 m), die von Berbern des Stammes der Ait Atta bewirtschaftet wird, schlagen wir das Nachtlager auf.

Gehzeit:
6 – 7 h
Übernachtung:
Zelt
Mahlzeiten:
F, M (Picknick), A

 

Tag 5: Trekking Oase Igli – Afourar-Schlucht – Bab n‘-Ali – Oase Ighazzoun

Heute marschieren wir von Oase zu Oase und kommen dabei aus dem Staunen nicht mehr heraus (auch wenn uns dies in den letzten Tagen schon oft so ergangen sein wird). Über die Hochebene Taggourt wandern wir ins Afourar-Tal, das sich zunehmend verengt. Am Weg liegen Berbersiedlungen, in denen bescheidener Ackerbau betrieben wird. Wir durchqueren die Afourar-Schlucht im Flussbett, was auch mal nasse Füsse geben kann. Am Ende des Felseinschnitts weitet sich die Landschaft und der Blick fällt auf „Orgelpfeifen“ aus Sandstein. Fast wähnt man sich hier im Monument Valley. Bald schon ragen vor uns zwei besonders gewaltige Sandsteintüme auf, die zusammen als Bab n’Ali (Tor von Ali, 1’500 m) bezeichnet werden. Wir gehen durch dieses übergrosse Tor und laufen noch ein Stück weiter zum heutigen Nachtlagerplatz in der Oase Ighazzoun.

Gehzeit:
5 h
Übernachtung:
Zelt
Mahlzeiten:
F, M (Picknick), A

 

Tag 6: Trekking Oase Ighazzoun – Tifdassine – Handour

Die letzte Tagesetappe des Trekkings führt uns durch weit üppigere Oasen als wir sie bisher auf unserem Weg angetroffen haben. Die Landschaft ist nun wieder flacher und noch weiter. Für das Mittagessen suchen wir uns einen idyllischen Platz unter Schatten spendenden Dattelpalmen und Mandelbäumen. Durch das fruchtbare Tifdassine-Tal, vorbei am Dorf Tifdassine (1’250 m) und weiteren kleinen Dörfern, deren Bewohner Datteln, Oliven und Henna kultivieren, erreichen wir das Ziel unseres Trekkings im Dorf Handour. Die Nacht verbringen wir im Gasthaus einer Berberfamilie.
In Handour verabschieden wir uns von der Begleitmannschaft, die uns in diesen intensiven Tagen in der herrlichen Berglandschaft des Saghro-Gebirges mit grosser Herzlichkeit versorgt und umsorgt hat.

Gehzeit:
5 h
Übernachtung:
Gasthaus einer Berberfamilie
Mahlzeiten:
F, M (Picknick), A

 

Tag 7: Fahrt Handour – N’kob – Agdz – Pass Tizi n’Tinifift – Ouarzazate – Pass Tizi n’Tichka – Marrakech

Wir verlassen Handour, fahren vorbei am kleinen Oasenstädtchen N’kob und befinden uns nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt im dicht mit Palmen bestandenen Drâa-Tal. In nördlicher Richtung kommen wir durch die Stadt Agdz, was übersetzt „Rastplatz“ heisst; Agdz war früher ein bedeutender Zwischenstopp der Karawanen auf ihrem Weg von Timbuktu in Mali nach Marrakech. Weiter wartet das Drâa-Tal mit zahlreichen Kasbahs auf, die sich vom Auto aus gut sehen lassen. Die Fahrt nach Marrakech ist weit, aber kurzweilig. Auch bequem auf vier Rädern lässt sich die Landschaft bestens geniessen und ist gleich einem spannenden Film. Besonders interessant sind die beiden Pässe Tizi n’Tinifift (1’680 m) kurz hinter Agdz und der bereits von der Hinfahrt her bekannte Tizi n’Tichka (2’260 m). Am Abend sind wir zurück in Marrakech.

Fahrstrecke:
ca. 350 km
Übernachtung:
Hotel/Riad
Mahlzeiten:
F

 

Tag 8: Marrakech – Rückreise oder Verlängerungsaufenthalt

Transfer zum Flughafen und Rückflug

Alternativ:
Verlängerungsaufenthalt
Gerne unterbreiten wir Ihnen unser Angebot.
Mahlzeiten:
F

 

 

Reiseleitung, Begleitteam und Fahrer

Sie werden geführt von einem deutschsprachigen, einheimischen, erfahrenen und staatlich geprüften Reiseleiter und Bergführer aus dem Tal Ait Bouguemez im Hohen Atlas. Das Begleitteam während des Trekkings besteht aus dem Koch sowie den Maultiertreibern. Der freundliche, langjährige Chauffeur fährt uns zuverlässig und in ruhiger Weise über die Strassen und Pisten.

 

 

Preise

bei 2 Personen
pro Person
         €
   990
bei 3 Personen
pro Person
         €
   940
bei 4 Personen
pro Person
         €
   890
bei 5 Personen
pro Person
         €
   840
bei 6 – 12 Personen
pro Person
         €
   790

 

im Preis enthaltene Leistungen

•  deutschsprachige, einheimische Reiseleitung durch erfahrenen und staatlich geprüften Bergführer
•  Reise gemäss Reiseprogramm
•  Transfer vom/zum Flughafen
•  Begleitung: Koch, Maultiertreiber
•  7 Übernachtungen (Hotel/Riad der guten Mittelklasse, Gasthäuser von Berberfamilien, Zelt).
   Wir erheben keinen Einzelzimmer-Zuschlag respektive Zuschlag bei Einzelbelegung eines Zelts für Alleinreisende.
•  Mahlzeiten gemäss Reiseprogramm
•  Fahrt im klimatisierten Minibus oder 4WD
•  Eintritte für Besichtigungen
•  Maultier für den Gepäcktransport. Sie tragen nur einen leichten Tagesrucksack.

 

im Preis nicht enthaltene Leistungen

•  Anreise nach Marrakech
   Gerne übernehmen wir für Sie gegen geringe Gebühr die Buchung des Hin- und Rückflugs.
•  Reiseversicherung (Reiseannullation, Gepäck, Notfalltransport, Repatriierung, Heilung)
•  persönliche Ausgaben während der Reise

 

Hinweise zum Trekking

•  Für den Transport des Gepäcks auf den Maultieren bitten wir Sie, statt eines Koffers einen Rucksack zu packen.
•  Bitte bringen Sie für die Übernachtungen im Gebirge Ihren eigenen Schlafsack mit (Komfortbereich: bis minus 5 °C).
•  Aus hygienischen Gründen ist es ratsam, zusätzlich einen dünnen Baumwoll- oder Seidenschlafsack (Inlett) mitzubringen.
•  Für das Übernachten in den Zweier-Zelten stellen wir Ihnen eine leichte Matratze zur Verfügung.
•  Bringen Sie bitte auch ein Handtuch (Mikrofaser) und eine biologisch abbaubare Seife mit.
•  Zu Ihrer Sicherheit übernachten wir an stark regnerischen oder stürmischen Tagen nicht im Zelt, sondern in Gasthäusern von
   Berberfamilien oder in Bergherbergen (gîtes d’étape).

 

Teilnehmerzahl

mindestens:
  2
maximal:
12
extra:
auf Anfrage auch für Einzelpersonen

 

nächste Termine

SA  24.11.2018  –  SA  01.12.2018
SA  01.12.2018  –  SA  08.12.2018
SA  08.12.2018  –  SA  15.12.2018
SA  15.12.2018  –  SA  22.12.2018
SA  22.12.2018  –  SA  29.12.2018
SA  29.12.2018  –  SA  05.01.2019
SA  05.01.2019  –  SA  12.01.2019
SA  12.01.2019  –  SA  19.01.2019
SA  19.01.2019  –  SA  26.01.2019
SA  26.01.2019  –  SA  02.02.2019

Wir bieten Ihnen dieses Trekking wenn immer möglich gerne auch zu den von Ihnen bevorzugten Daten an.

 

PDF-Download Reiseprogramm

Saghro-Trekking, 8 Tage – derzeit in Überarbeitung