Königsstädte und Südmarokko, 15 Tage

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Sultanspaläste und römisches Erbe, Wüste und Meer

Gleich sieben der neun Unesco-Weltkulturerbestätten Marokkos sind Teil dieser Reise. In der ersten Woche nehmen wir uns ausreichend Zeit für die Besichtigung der vier alten Königs­städte Marrakech, Rabat, Meknès und Fès. Die Pracht der Herrschersitze und anderer geschichts-trächti­ger Bauten in die­sen Metropolen ist überwältigend. Auch eine Stadtbesichtigung in Casa­blanca, der grössten Stadt Marok­kos, steht auf dem Programm. In der nahe von Meknès gelege­nen archäologischen Stätte Volubi­lis können noch heute herrliche Mosaike und Überreste imposan­ter Bauten aus dem antiken Rom bewundert werden. Im Mittleren Atlas beobachten wir im National­parke Ifrane die Berberaffen in den grössten Zedern- und Steineichenwäldern des Landes. Über meh­rere Bergpässe stossen wir vor in immer kargere Landschaften, bis wir in Merzouga den Rand der Sa­hara erreichen. Von hier aus rei­ten wir auf dem Kamelrücken in ein Nomaden-Zeltlager und tau­chen ein in das unendlich schei­nende Sandmeer der Dünen im Erg Chebbi. Wir verbringen eine Nacht in absoluter Stille, über uns wölbt sich ein grandioser Sternenhimmel. Der Strasse der Kasbahs ent­lang fahren wir danach von Tinghir nach Ouarzazate. Unterwegs erwarten uns beeindruckende Naturschönhei­ten wie die Todra- und die Dadès-Schlucht sowie das Tal der Rosen. Ein Höhepunkt berberi­scher Architektur ist der Ksar Ait Ben Haddou, ein befestigtes Dorf aus Stampflehm und Lehmzie­geln. Wir überqueren den Tizi n’Tichka-Pass und geniessen dabei herrliche Ausblicke in den Ho­hen Atlas. Im malerischen Essaouira an der Atlantikküste mit seiner schönen Medina schnuppern wir Meeresluft, bevor die Reise in Marrakech endet.

 

  • Marrakech: Koutoubia-Moschee
    Marrakech: Koutoubia-Moschee

 

 

Reisezeit

ganzjährig

 

Reiseverlauf

  1.   Tag:         Anreise nach Marrakech    
  2.   Tag:         Marrakech
  3.   Tag:         Marrakech – Casablanca
  4.   Tag          Casablanca – Rabat – Fès
  5.   Tag:         Fès
  6.   Tag:         Fès – Meknès – Moulay Idriss – Volubilis – Fès
  7.   Tag:         Fès – Ifrane – Midelt – Errachidia – Erfoud – Rissani – Merzouga
  8.   Tag:         Merzouga – Erg Chebbi (Kamelritt zum Nomaden-Zeltlager in der Sahara)
  9.   Tag:         Erg Chebbi – Merzouga – Tinghir – Todra-Schlucht – Boumalne Dadès
10.   Tag:         Boumalne Dadès – Dadès-Schlucht – El-Kelâa M’Gouna – Boutaghrar – Skoura – Ait Ben Haddou
11.   Tag:         Ait Ben Haddou – Pass Tizi n’Tichka – Essaouira
12.   Tag:         Essaouira
13.   Tag:         Essaouira – Marrakech
14.   Tag:         Marrakech
15.   Tag:         Rückreise ab Marrakech oder Verlängerung Ihres Aufenthalts in Marokko

 

Höhepunkte der Reise

•  Marrakech, die „Perle des Südens“, mit ihrer orientalischen Kultur
•  die vier Königsstädte Marokkos: Marrakech, Rabat, Fès, Meknès (alle UNESCO-Weltkulturerbe)
•  Volubilis: prächtiges Zeugnis aus der römischen Antike (UNESCO-Weltkulturerbe)
•  1 Übernachtung in einem komfortablen Nomaden-Zeltlager in der Sahara
•  Kamelritt in den Dünen des Erg Chebbi
•  Besichtigung der Kasbah Amerhidil in Skoura
•  Besichtigung des Ksars Ait Ben Haddou (UNESCO-Weltkulturerbe)
•  Überquerung des Mittleren und Hohen Atlas
•  Schluchten im Ziz- und Dadès-Tal
•  Essaouira, malerische Küstenstadt am Atlantik (UNESCO-Weltkulturerbe)

 

  

REISEPROGRAMM

 

Tag 1: Ankunft in Marrakech und Transfer zur Unterkunft

Ankunft in Marrakech. Ihr Reiseleiter empfängt Sie am Flughafen und begleitet Sie zum Hotel/Riad. Rest des Tages zur freien Verfügung. Je nach Ankunftszeit bleibt Zeit für eine erste Stadtbesichtigung – Ihr Reiseleiter gibt Ihnen gerne Tipps dazu.

Übernachtung:
Hotel/Riad
Mahlzeiten:

 

Tag 2: Marrakech

Heute schauen wir uns zentrale Orte der ersten der vier auf dem Reiseprogramm stehenden Königsstädte an. Marrakech diente gleich drei Herrschergeschlechtern als Residenzstadt: den Almoraviden (Berberdynastie, 1071–1147), den Almohaden (muslimische Berberdynastie, 1147–1269) und den Saadiern (muslimische Dynastie, 1549–1664).

Am Vormittag besichtigen wir von aussen die Koutoubia-Moschee. Die „Moschee der Buchhändler“ aus dem 12. Jahrhundert ist die älteste Moschee Marrakechs und eine der ältesten Marokkos. Ebenfalls vormittags sehen wir uns die Saadier-Gräber aus dem 16. Jahrhundert an. Sieben Sultane und über 60 weitere Angehörige der Dynastie wurden in dieser Nekropole bestattet. Die Mausoleen sind reich verziert mit filigranen Stuckarbeiten, feinen Mosaiken und kunstvollen Schnitzereien aus Zedernholz. Der Saal der Zwölf Säulen zählt zu den prächtigsten Bauwerken des Maghreb. Im Dar-Si-Said-Museum wird uns das Kunsthandwerk der Berberkultur nähergebracht: Schmuck, Musikinstrumente, Textilien, Teppiche und Keramik erzählen von alten Traditionen der Urbevölkerung Marokkos. Unweit des Museums steht der Bahia-Palast auf einer Grundfläche von 8’000 m², den der Grosswesir Si Moussa im Jahr 1867 erbauen liess und von seinem Sohn Bou Ahmed um einen Garten, einen Hammam und eine Moschee erweitert wurde. Im schattigen, bepflanzten Innenhof des Palastes besticht die Kombination von Prunk und baulicher Leichtigkeit besonders.

Nach dem Mittagessen wagen wir uns in das Labyrinth der Souks in der Medina und lassen unsere Sinne betören von Düften, Farben und Geräuschen. Der ausgiebige Bummel durch die verwinkelten und geschäftigen Gässchen endet am Platz Djemaa el Fna. An diesem pulsierenden Treffpunkt von Händlern, Gauklern, Affendresseuren, Musikern, Tänzern und Geschichtenerzählern tauchen wir noch einmal ein in die Welt von 1001 Nacht, die in Marrakech ganz besonders gegenwärtig ist.

Übernachtung:
Hotel/Riad
Mahlzeiten:
 F

 

Tag 3: Marrakech – Casablanca

Nach dem Frühstück geht es in Richtung Norden nach Casablanca, wo wir vor dem Mittag eintreffen. Über die Corniche (Uferstrasse) gelangen wir zur Moschee Hassan II., die 1993 nach siebenjähriger Bauzeit eröffnet wurde. Sie ist die drittgrösste Moschee der Welt und bietet in ihrem Innern 20’00 Gläubigen Platz, weiteren 80’000 ausserhalb auf dem grossen Platz vor der Moschee. Auf einer Stadtrundfahrt sehen wir uns geschichtsträchtige Gebäude und Plätze an, darunter: Place des Nations Unies, Place Mohamed V., Park der Arabischen Liga, Rathaus mit Uhrenturm, Justizpalast, Kathedrale Sacré Coeur. Anschliessend können Sie je nach Lust und Laune durch die alte Medina oder den Marché Central bummeln oder in Rick’s Café in Gedanken schwelgen an Filmszenen mit Ingrid Bergman und Humphrey Bogart aus „Casablanca“. Falls Sie dort einkehren möchte, sollten Sie unbedingt vorher reservieren – was wir gerne für Sie übernehmen.

Fahrstrecke:
ca. 240 km
Übernachtung:
Hotel/Riad
Mahlzeiten:
F

 

Tag 4: Casablanca – Rabat – Fès

Entlang der Atlantikküste fahren wir nach Rabat, hinter Casablanca die zweitgrösste Stadt des Landes. Der Name der Stadt bedeutet „befestigter Ort“ (ar-Rabat). Rabat wird auch die „weisse Königsstadt“ genannt“. In der Hauptstadt Marokkos und aktuellen Königsstadt steht die Besichtigung des Hassan-Turms sowie des Mausoleums der Könige Mohamed V. (*1909, †1961) und Hassan II. (*1929, †1999) aus der noch heute regierenden Dynastie der Alawiden an. Beide Bauwerke wurden im andalusischen Stil errichtet. An der Mündung des Flusses Bou-Regreg, der Rabat von der Nachbarstadt Salé trennt, spazieren wir über das Gelände der Kasbah des Oudaïa, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. Die schöne Anlage ist das Altstadtviertel Rabats und hat einen ganz besonderen Charme mit seinen kleinen blau-weissen Gassen und der Lage über dem Atlantik.

Am Nachmittag treffen wir in Fès ein, wo wir in einem gemütlichen Riad Quartier beziehen. Die Königsstadt Fès wurde im 8. Jahrhundert von Idriss I. gegründet und ist damit die älteste der vier Königsstädte. Vor dem Abendessen machen wir einen Abstecher zur Borj Sud (Wehrturm aus dem 16. Jahrhundert), von wo aus sich uns ein schöner Blick über die Stadt bietet, die sich über mehrere Hügel erstreckt. Im Hintergrund erhebt sich der Ighil Zalagh (861 m).

Fahrstrecke:
ca. 300 km
Übernachtung:
Riad
Mahlzeiten:
F

 

Tag 5: Fès

Fès ist das geistige Zentrum Marokkos. Karaouyine ist nach der Azhar-Universität in Kairo die zweitälteste islamische Universität. Sie wurde 859 von Fatima el-Fihrya, einer reichen Kaufmannstochter, gegründet. Seit 1976 zählt die Medina von Fès aufgrund ihrer ausserordentlichen Bedeutung als kulturelles und spirituelles Zentrum Marokkos zum Weltkulturerbe der UNESCO. In Fès gibt es noch immer eine grosse Anzahl stattlicher Stadtpaläste. Oft verbergen sich hinter kahlen Fassaden in der Medina wahre architektonische Schmuckstücke in deren lauschigen Innenhöfen (Riads) Springbrunnen plätschern.

Eine lokale Führerin oder ein lokaler Führer begleitet uns durch das Labyrinth der Medina im Stadtteil Fès el-Bali und teilt mit uns das Wissen über die sehenswertesten Plätze und Gebäude. Die Tour starten wir am Bab Bou Jeloud, dem blauen Tor. Wir besichtigen die im 14. Jahrhundert gegründete Medersa Bou Inania, die zugleich als Hochschule und Freitagsmoschee dient,den Königspalast mit seinen vergoldeten Toren sowie die Mellah, das ehemalige jüdische Viertel. Mellahs befanden sich stets in der Nähe der Herrscherresidenz, denn mit ihrer Geschäftstüchtigkeit und ihrer Handwerkskunst leisteten die Juden wertvolle und willkommene Dienste. Der Stadtrundgang führt uns durch die verwinkelten, unübersichtlichen Gassen des Souks, aus denen wir alleine wohl Mühe hätten, wieder herauszufinden. Auch Karawansereien und das Gerberviertel werden wir uns anschauen.

Nachdem uns die Altstadt etwas vertraut ist, bleibt Zeit für eigene Erkundungen – und vielleicht entdecken Sie dabei schon ein Lokal für das Abendessen. Gerne gibt Ihr Reiseleiter Ihnen dazu auch Tipps.

Übernachtung:
Riad
Mahlzeiten:
F

 

Tag 6: Fès – Meknès  Moulay Idriss – Volubilis – Fès

Nach einem zeitigen Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Meknès, die vierte Königsstadt Marokkos. In der Region Fès-Meknès herrscht ein mildes Klima und die Gegend um Meknès ist eine der landwirtschaftlich ertragreichsten des Landes. Auf der Fahrt geniessen wir herrliche Ausblicke in diese Kulturlandschaft.

Meknès war im 11. und 12. Jahrhundert Sitz der Almoraviden, einer Berberdynastie, die von 1046–1147 herrschte. Ein Vertreter dieser Familie, Abu Bakr ibn Umar, war 1070 der Begründer von Marrakech. Auch in Meknès werden wir von einem lokalen Führer begleitet. Er erläutert uns den Bau des immens grossen Vorrats- und Getreidespeichers Heri es-Souani und der dahinterstehenden ausgeklügelten Technik. Bauherr war Moulay Ismail (*1645, †1727), der zweite Sultan aus der noch heute regierenden Dynastie der Alawiden. Zum Gebäudekomplex zählen zudem Stallungen für 12’000 Pferde sowie ein 4 ha umfassendes Wasserbecken für die Bewässerung der einstigen Palastgärten. Die Ausmasse des Bauwerks sind für dessen Entstehungszeit im Maghreb einzigartig. Staunen werden wir auch beim Anblick des Bab El Mansour, dem vielleicht schönsten Tor in ganz Marokko. Es grenzt den Palastbezirk (ville impériale) von der Medina ab und wurde 1732 fertiggestellt. Nördlich des imposanten Tors erstreckt sich die Medina mit ihren Stadtpalästen, Moscheen und Koranschulen (Medresen). Die Altstadt von Meknès gehört seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe. 

Das Mittagessen nehmen wir in Moulay Idriss ein. Die für viele Muslime heilige Stadt und bedeutendste Pilgerstätte des Landes beherbergt das Grab des Reichsgründers Moulay Idriss. Gestärkt und beeindruckt vom Mausoleum des Berbersultans Moulay Idriss geht es weiter zur antiken Stätte Volubilis. Wer mag kann das Wegstück auch in einem leichten Fussmarsch von etwa einer Stunde zurücklegen. An der Stelle der späteren römischen Stadt Volubilis befand sich im 1. Jahrhundert v. Chr. eine Siedlung unter der Herrschaft des mauretanischen Königs Juba II. Im 1. Jahrhundert n. Chr. wurde das Gebiet Teil des römischen Reiches (Provinz Mauretania Tingitana) und Volubilis zu einer wichtigen Provinzhauptstadt an dessen südwestlichen Grenze. Von hier aus wurde Getreide und Olivenöl in das ferne Rom geliefert. Man geht davon aus, dass die Stadt damals rund 15’000 Einwohner zählte. Ihre Blütezeit hatte sie im 2. und 3. Jahrhundert unter den Severern. Volubilis war umgeben von einer fast zweieinhalb Kilometer langen Mauer mit 40 Türmen und acht Toren. Ende des 3. Jahrhunderts gaben die Römer die Stadt wegen anhaltender Einfälle kriegerischer Berber auf. Noch immer eindrücklich sind die Überreste der ehemals fünfschiffigen Basilika wie auch des Triumphbogens, den der damalige Prokurator im Jahr 217 Kaiser Caracalla widmete. Ebenso sehenswert sind zahlreiche gut erhaltene Mosaiken. Die wichtigsten Fundstücke befinden sich heute im Archäologischen Museum in Rabat. Die archäologische Stätte Volubilis steht seit 1997 unter dem Schutz der UNESCO.

Fahrstrecke:
ca. 200 km
Übernachtung:
Riad
Mahlzeiten:
F

 

Tag 7: Fès – Ifrane – Midelt – Errachidia – Erfoud – Rissani – Merzouga

Wir verlassen Fès in südlicher Richtung und durchqueren zuerst die fruchtbare Sais-Ebene. Die Strasse steigt an und nach kurzer Fahrt gelangen wir nach Imouzzer du Kandar, ein europäisch anmutender Ort, in dem wohlhabende Marokkaner gerne ihre Sommerferien verbringen. Im nahen Ifrane, das 1925 von den Franzosen als Ferienort erbaut wurde, wähnen wir uns mit seinen ziegelgedeckten Spitzgiebeldächern ebenfalls eher in einem beschaulichen westeuropäischen Bergort. Ifrane wird daher manchmal auch als „die Schweiz Marokkos“ bezeichnet. Im Nationalpark Ifrane liegen die grössten Zedern- und Steineichenwälder des Landes. Hier machen wir Rast und beobachten die kecken Berberaffen. Hinter Azrou, dem früheren Zentrum der Beni Mguild-Berber, fahren wir durch ausgedehnte Zedernwälder. Die Strasse führt weiter bergauf bis auf eine Passhöhe von 1’945 m. Danach führt die Strecke über die Hochebene von Tighza, dann durchs Tal des Assif Guigou, bis wir mit dem Col du Zad (2’178 m) den Hauptkamm des Mittleren Atlas passieren. In der darauf folgenden Weidelandschaft sind ab und an noch Nomaden anzutreffen, die hier ihre Zelte aufschlagen. Im Berberdorf Timahdite findet donnerstags ein Souk statt, auf dem auch lokaltypische Teppiche angeboten werden. Sie weisen geometrische Muster auf und werden  mit heller und dunkler Schafwolle gewobenen. Nach einer landschaftlich reizvollen Fahrt erreichen wir Midelt. Diese von den Franzosen um einen einstigen Ksar gebaute Stadt liegt in einer Senke zwischen Mittlerem und Hohem Atlas auf knapp 1’500 m. Unweit von Midelt befinden sich alte Minen und Bergwerke, in denen früher Kupfer, Blei, Zinn, Zink und Mangan abgebaut wurden.

Nach dem Mittagessen fahren wir in südöstlicher Richtung weiter. Aus der Hochebene Plaine des Arid geht es hinauf auf den Tizi n’Talrhemt (1’907 m, „Kamelstuten-Pass“). Später geniessen wir einen atemberaubenden Blick in das breite und von Palmen gesäumte Tal des Ziz-Flusses. Ein nächster Höhepunkt folgt mit der Fahrt durch die malerischen Schluchten des Ziz, der im Hohen Atlas entspringt. Bevor der Flusslauf nach ungefähr 300 Kilometern in der Sahara versickert, bewässert er die Oasenlandschaft des Tafilalet, der grössten Oasengruppe weltweit. Nördlich der Provinzhauptstadt Errachidia kommen wir vorbei am Stausee Hassan Addakhil, dessen Wasser nach regenreichen Wintern die Dattelpalmenplantagen des Tafilalet versorgt. Von der ehemaligen Garnisonsstadt Errachidia, die in den 1930er-Jahren für die französische Fremdenlegion errichtet wurde, benötigen wir etwa eine Stunde bis nach Erfoud. Auch diese Kleinstadt wurde von den Franzosen 1917 als Garnisonsstadt gebaut. Aufgrund seiner Nähe zu Algerien ist die Ortschaft noch heute ein wichtiger militärischer Stützpunkt. Erfoud ist bekannt für seine Fossilien, insbesondere Trilobiten. Sie weisen ein Alter von 350 bis 470 Millionen Jahre auf. Im nahen Rissani befindet sich das Mausoleum von Moulay Ali Cherif, dem Begründer der noch heute in Marokko herrschenden Alawiden-Dynastie. Besonders sehenswert in Rissani ist der tägliche Souk. Es gibt in ganz Marokko kaum einen lebhafteren und vielfältigeren. Dieses Schauspiel und Fest – oft auch Herausforderung – für die Sinne lassen wir uns nicht entgehen. Von Rissani ist es nicht mehr weit bis zu unserem heutigen Etappenziel Merzouga am Rande der Dünen des Erg Chebbi.

Fahrstrecke:
ca. 470 km
Übernachtung:
Hotel/Riad
Mahlzeiten:
F, A

 

Tag 8: Merzouga – Erg Chebbi

Das grosse Gepäck lassen wir heute in der Unterkunft. Ausgerüstet mit leichtem Tagesrucksack wagen wir uns auf einen Kamelrücken und lassen uns durch die Dünen schaukeln. Unser Ziel ist ein Nomaden-Zeltlager in der weiten Dünenlandschaft des Erg Chebbi. Dort beziehen wir komfortable, mit Teppichen und Betten ausgestattete Zelte. Abseits moderner Infrastruktur  geniessen wir die Stille und die Weite des Horizonts. Zum Sonnenuntergang erklimmen wir eine der höchsten Dünen und verfolgen gebannt das Farbspektakel, in das die Sonne Himmel und Sandmeer taucht. Wer mag, sitzt nach dem Essen noch in geselliger Runde am Lagerfeuer und versucht sich gemeinsam mit den Gastgebern an den Trommeln. 

Übernachtung:
Nomaden-Zeltlager
Mahlzeiten:
F, M, A

 

Tag 9: Erg Chebbi – Merzouga – Tinghir – Todra-Schlucht – Boumalne Dadès

Auf dem Kamelrücken geht es zurück nach Merzouga, wo in der Unterkunft der vorletzten Nacht die Möglichkeit zum Duschen besteht. Via Erfoud erreichen wir Tinghir, wo wir das Mittagessen einnehmen. Auf der Fahrt in diese zwischen Bergen und Palmenhainen gelegene Oasenstadt fallen uns neben der Strasse mehrmals längere Erdhügelketten auf. Es sind Aufschüttungen des Erdaushubs unterirdisch verlaufender Wasserkanäle, die heute allerdings nicht mehr in Betrieb sind. Dank raffinierter Bautechnik konnten mit diesen sogenannten Khettaras die Oasen mit Wasser aus den nahen Ougnat-Bergen versorgt werden.

In Tinghir zweigen wir in nordwestlicher Richtung ab und fahren in die Todra-Schlucht. Die Strasse verläuft grösstenteils auf einer Anhöhe, die herrliche Blicke in das grüne Tal und die umliegenden Dörfer mit ihren Kasbahs zulässt. Die beinahe senkrecht aufragenden, 300 m hohen Felswände versetzen ins Staunen. An der engsten Stelle beträgt die Distanz zwischen den Wänden der Schlucht gerade mal 10 Meter. Über die Strasse N10, die auch als „Strasse der Kasbahs“ bekannt ist, fahren wir nach Boumalne Dadès, einer kleinen Oasenstadt. Sie ist das Zentrum der Ait-Atta-Nomaden.

Fahrstrecke:
ca. 260 km
Übernachtung:
Hotel/Riad
Mahlzeiten:
F

 

Tag 10: Boumalne Dadès – Dadès-Schlucht – El-Kelâa M’Gouna – Boutaghrar – Skoura – Ait Ben Haddou

Nach den Steilwänden der Todra-Schlucht am Vortag gibt es heute eine nächste Schlucht mit ihren Besonderheiten zu entdecken. Die Dadès-Schlucht mit ihrem grünen Flusssaum steht in schönem Kontrast zur umgebenden, kargen Felslandschaft. An den Flussrändern spriessen Pappeln, Obst-, Walnuss- und Feigenbäume. Eine Fahrt mit zahlreichen Serpentinen bringt uns zu einem Gasthaus, von dessen Terrasse sich uns ein tolles Panorama bietet. In den roten Hängen der Schlucht sind mehrere Kasbahs auszumachen. Auch verschiedenartige Felsformationen fesseln den Blick.

Entlang der Strasse der Kasbahs im Dadès-Tal führt uns der Weg von Boumalne nach El-Kelâa M’Gouna. In der „Rosenstadt“ Marokkos werden jährlich immense Mengen an Rosenblättern gepflückt, die anschliessend zu Rosenöl und Rosenwasser verarbeitet werden. Mitte Mai findet jährlich die „Fête des Roses“ statt. Sehr sehenswert sind dabei die farbenprächtigen Gewänder und die Folkloretänze der Berber. Von El-Kelâa M’Gouna fahren wir durch das Tal der Rosen hinauf bis zum Bergdorf Boutaghrar. Im Tal treffen wir zum einen auf Steinwüste, zum anderen haben wir von Passagen, an denen die Strasse direkt dem Talverlauf folgt, herrliche Ausblicke in das Flusstal. Zurück auf der Strasse der Kasbahs nehmen wir die Fahrt nach Skoura, einer weiteren Oasenstadt, unter die Räder. Verborgen  in den Palmenhainen liegen auf der nördlichen Flussseite mehrere gut erhaltene Kasbahs. Wir werden die grösste davon, die aus dem 17. Jahrhundert stammende Kasbah Amerhidil, besichtigen. Auf dem letzten Teilstück der Strasse der Kasbahs fahren wir vorbei an Ouarzazate zum Ksar Ait Ben Haddou.

Das befestigte Dorf Ait Ben Haddou liegt am Mellah-Fluss. Der geschichtsträchtige Gebäudekomplex mit seinen teils noch bewohnten und erhaltenen Wohnburgen zählt gewiss zu den eindrücklichsten architektonischen Sehenswürdigkeiten Südmarokkos. Die Wohnburgen weisen ornamentverzierte, erhöhte Ecktürme auf und sind miteinander verbunden durch Nebenbauten wie Lagerräume, Ställe oder einfachere Wohnbauten ärmerer Dorfbewohner. Der gesamte alte Ortskern von Ait Ben Haddou zählt seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Das exakte Alter des Dorfs lässt sich nicht erschliessen. Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass es schon seit mehreren Jahrhunderten besiedelt wird.

Die Festung Ait Ben Haddou diente als Kulisse namhafter Hollywood-Filme, unter anderen: Lawrence von Arabien, Jesus von Nazareth, Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil, Himmel über der Wüste, Gladiator, Games of Thrones.

Fahrstrecke:
ca. 200 km
Übernachtung:
Hotel/Riad
Mahlzeiten:
F

 

Tag 11: Ait Ben Haddou – Pass Tizi n’Tichka – Essaouira

Heute steht die kurven- und aussichtsreiche Fahrt über den Pass Tizi n’Tichka (2’260 m) auf dem Programm. Sie können sich während der Überquerung des Hohen Atlas von Süd nach Nord bequem zurücklehnen und die vorbeiziehenden, wechselnden Landschaften geniessen. Die weitere Route nach Essaouira führt uns durch die landwirtschaftlich stark genutzte Haouz-Ebene, die sich um Marrakech erstreckt. An Marrakech vorbei geht es nun in westlicher Richtung an die Atlantikküste nach Essaouira.

An der Strasse nach Essaouira wachsen Arganbäume, zwischen denen Ziegen, Schafe und manchmal auch Kamele nach Futter suchen. Diese Bäume sind nur im Südwesten Marokkos heimisch und die Gebiete der sogenannten „Arganeraie“ wurde 1998 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Im Jahr 2014 wurden die traditionellen, seit Jahrhunderten überlieferten Kenntnisse und Verfahren zur Nutzung des Arganbaums und seiner Früchte von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.

Die Küstenstadt Essaouira mit ihrer portugiesischen Vergangenheit besticht durch ihr ganz eigenes Flair. Durch ihre Lage am Atlantik weht hier stets ein angenehmer Wind. Es ist ein Vergnügen, in der Altstadt durch den überschaubaren Souk zu schlendern, von der Sqala aus die nicht selten meterhohen Wellen zu beobachten und den Fischern im Hafen bei ihrer Arbeit zuzusehen. Die pittoreske Medina zählt seit 2001 zum Weltkulterbe der Unesco. In Essaouira übernachten wir in den nächsten beiden Nächten in einem kleinen, gemütlichen Riad in der Medina.

Fahrstrecke:
ca. 370 km
Übernachtung:
Riad
Mahlzeiten:
F

 

Tag 12: Essaouira

Heute bestimmen Sie Ihr Programm. Der Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. Ihr Reiseleiter steht Ihnen gerne mit Rat zur Seite.

weitere Informationen zu Essaouira

Übernachtung:
Hotel/Riad
Mahlzeiten:
F

 

Tag 13: Essaouira – Marrakech

Im Verlauf des Vormittags brechen wir auf nach Marrakech, wo wir nach einer rund dreistündigen Fahrt am frühen Nachmittag eintreffen. Der Rest des Tages steht zu Ihrer freien Verfügung.
.
Fahrstrecke:
ca. 190 km
Übernachtung:
Hotel/Riad
Mahlzeiten:
F

 

 

Tag 14: Marrakech

Vor der Rückreise bleibt Ihnen ein ganzer freier Tag in Marrakech. Vielleicht möchten Sie in einem gepflegten Hamam entspannen oder den vom Modedesigner Yves Saint Laurent und dessen Lebenspartner Pierre Bergé wieder hergerichteten botanischen Garten „Jardin Majorelle“ besuchen? Ein ausgedehnter Spaziergang durch den grossen Souk ist genauso ein Erlebnis, wie während einer Teezeremonie in einem der Cafés am Djemaa el Fna das quirlige Treiben und bunte Durcheinander auf dem Platz zu verfolgen. Ihr Reiseleiter steht Ihnen selbstverständlich für Ratschläge zur Verfügung.

Übernachtung:
Riad
Mahlzeiten:
F

 

Tag 15: Marrakech – Rückreise oder Verlängerung Ihres Aufenthalts in Marokko

Transfer zum Flughafen und Rückflug

 

Alternativ:
Verlängerung Ihres Aufenthalts in Marokko
Wir beraten Sie gerne und unterbreiten Ihnen unser Angebot.
Mahlzeiten:
F

 

 

Reiseleitung und Fahrer

Sie werden geführt von einem deutschsprachigen, einheimischen, erfahrenen und staatlich geprüften Reiseleiter aus dem Tal Ait Bouguemez im Hohen Atlas. Der zuverlässige, freundliche Fahrer chauffiert uns besonnen über die Strassen und Pisten.

 

 

Preise

     
bei 2 Personen
pro Person
     €
1’950
bei 3 Personen
pro Person
     €
1’850
bei 4 Personen
pro Person
     €
1’750
bei 5 Personen
pro Person
     €
1’650
bei 6 – 12 Personen
pro Person
     €
1’550

 

im Preis enthaltene Leistungen

•  deutschsprachige, einheimische Reiseleitung durch erfahrenen und staatlich geprüften Reiseleiter
•  Transfer vom/zum Flughafen
•  Reise gemäss Reiseprogramm
•  13 Übernachtungen in Hotels/Riads der guten Mittelklasse
•  1 Übernachtung in einem komfortablen Nomaden-Zeltlager 
   Wir erheben keinen Einzelzimmer-Zuschlag respektive Zuschlag bei Einzelbelegung eines Zelts für Alleinreisende.
•  Mahlzeiten gemäss Reiseprogramm
•  Fahrt im klimatisierten Minibus oder 4WD
•  Eintritte für Besichtigungen

 

im Preis nicht enthaltene Leistungen

•  Anreise nach Marrakech
   Gerne übernehmen wir für Sie gegen eine geringe Gebühr die Buchung des Hin- und Rückflugs.
•  Reiseversicherung (Reiseannullation, Gepäck, Notfalltransport, Repatriierung, Heilung)
•  persönliche Ausgaben während der Reise

 

Teilnehmerzahl

mindestens:
  2
maximal:
12
extra:
auf Anfrage auch für Einzelpersonen

 

nächste Termine

SA  24.11.2018  –  SA  08.12.2018
SA  01.12.2018  –  SA  15.12.2018
SA  08.12.2018  –  SA  22.12.2018
SA  15.12.2018  –  SA  29.12.2018
SA  22.12.2018  –  SA  05.01.2019
SA  29.12.2018  –  SA  12.01.2019
SA  05.01.2019  –  SA  19.01.2019
SA  12.01.2019  –  SA  26.01.2019
SA  19.01.2019  –  SA  02.02.2019
SA  26.01.2019  –  SA  09.02.2019
… 

Wir bieten Ihnen diese Reise wenn immer möglich gerne auch zu den von Ihnen bevorzugten Daten an.

 

PDF-Download Reiseprogramm

Königsstädte und Südmarokko, 15 Tage – derzeit in Überarbeitung